Ein "Durcheinander" in Harmonie

Beim Osterkonzert der Trachtenkapelle Todtmoos gaben fünf Zöglinge und ein neuer Schlagzeuger ihr Debüt.

Fünf Zöglinge gaben ihren Einstand beim Osterkonzert. Foto: Manfred Hüfner

Gönnten sich einen Flirt mit der Kamera: Die Trompeterspielerinnen der Trachtenkapelle. Foto: Manfred Hüfner

TODTMOOS. Das Osterkonzert der Trachtenkapelle Todtmoos gehört seit über drei Jahrzehnten mit zum Kulturprogramm des Ortes. Diesmal zelebrierten die 36 Aktiven unter der Leitung von Martin Kaiser auf der Bühne ein "tierisches Durcheinander". Dem Publikum gefiel es so gut, dass es vier Zugaben benötigte, bis der Vorhang fiel.

Erstmals durften fünf Zöglinge öffentlich auftreten. Konstantin Jehle (Posaune), Gabriele Mutter (Tenorhorn), Vanessa Mutter (Trompete), Lucia Kaiser (Klarinette) und Fabian Birkmann (Klarinette) zeigten, dass der Weg über die musikalische Früherziehung bis hin zur Grundausbildung durch die Trachtenkapelle gute Früchte trägt. Jugendleiter Jonathan Jehle bedankte sich bei ihnen unter anderem mit je einem Schokoladen-Osterhasen für ihre Debütdarbietungen samt den von den rund 300 Zuhörern in der Wehratalhalle eingeforderten Zugaben.

Ein neues Gesicht gab es auch am Schlagzeug. Dominik Kaltenbach verstärkt die Trachtenkapelle. Erstmals zu hören waren zudem die beiden gespendeten neuen Kesselpauken. Auf großes Interesse traf das Schätzspiel, das sich die Trachtenmusiker zur Unterhaltung der Gäste ausgedacht hatten. Sie sollten erraten, wie viel Flüssigkeit in die ausgestellte B-Tuba passt. 27,6 Liter waren es, wie Andreas Böhm, der durchs Programm führte, später bekannt gab. Insgesamt fünf Preise gingen an diejenigen, die der richtigen Antwort am nächsten kamen. Mit einer extragroßen Flasche Oberrottweiler Wein machte sich Marcel Fankhauser auf den Heimweg, der die genaueste Schätzung abgegeben hatte.

Der erste Teil des Konzertabends begann mit dem Stück "Ein Tag der Hoffnung", sicher nicht nur, weil anschließend der musikalische Nachwuchs vor die Gäste trat. In die Welt des Zeichentrickfilms entführte die Filmmusik aus "Stallion of the Cimarron", eine tierische Liebesgeschichte um einen Mustang, wie Böhm den Inhalt beschrieb. Böhmische und mährische Klänge brachte die Polka "Der Frechdachs", bei der die Kapelle ordentlich aus sich heraus ging. Das Flötenregister erhielt mit "Happy Flutes" Gelegenheit, sein Können unter Beweis zu stellen. "Auf Adlers Schwingen" entschwand danach das Orchester in die Pause.

Den Sicherheitsgurt fest anschnallen, hieß es beim zweiten Teil. Ebenfalls Filmmusik aus dem Trickfilm "Bärenbrüder" folgte. "Die Kapelle hat gewonnen", eine Polka der Neuen Egerländer, animierte zum Mitklatschen und steigerte die Stimmung. Gleich zwei Mal in Folge gab es Dixieland für Klarinette zu hören, denn Jonathan Jehle begeisterte als Solist. Ein Griff in die Pop-Musik war das Bryan Adams-Medley, bevor "Jazzpresso" mit Swing den Schlusspunkt des Programms setzte.

Als Zugabe hatte die Trachtenkapelle, wie schon im Vorjahr, ein Medley mit Hits von Tina Turner vorbereitet und setzte im Anschluss mit einem Schweizer "Schottisch" einen stilistischen Kontrapunkt, bei dem der Dirigent selbst zum Sopransaxofon griff. Als letztes Stück erklang dann noch einmal die Polka der Neuen Egerländer.

Matthias Mutter, Vorsitzender der Trachtenkapelle, dankte seinen Musikerkollegen für den Probenfleiß der vergangenen Wochen. "Für uns Musiker ist es eine Genugtuung, vor vollem Haus spielen zu können", lautete sein Lob für das große Interesse der Öffentlichkeit an dem traditionellen Osterkonzert. Die Kapelle nahm das zum Anlass, den Gästen von der Bühne herab kräftig zu applaudieren. Bürgermeister Herbert Kiefer meinte in seinem kurzen Grußwort: "Es war ein gelungener Konzertabend". Die nächste Gelegenheit, die Trachtenkapelle wieder zu hören, ist der 29. April um 10.45 Uhr am gleichen Ort, wenn sie dann ihr Kurkonzert gibt.

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